Africa / Agriculture / Pro-Poor Livestock

Die immergrüne Revolution

Im Kampf gegen den Hunger hat die Weltgemeinschaft ihre Ziele verfehlt—so lautet die Bilanz vor dem Uno-Gipfel. Eine Wende muss her. Damit künftig neun Milliarden Menschen satt werden, sollten nicht Großfarmen, sondern Kleinbauern gefördert werden.
Das Essen war knapp im vergangenen Sommer. Monatelang hatte es nicht geregnet. Dorca Mutua, 35, sah, wie erst ihr Kalb und dann ihre Kuh starben. “Es gab kein Gras mehr”, sagt die Bäuerin. Was der Boden hergab, reichte nur für eine Mahlzeit am Tag: ein wenig Maisbrei.
2004 hatte sich Mutua mit acht Kindern und ihrer Schwiegermutter in Vololo, etwa 200 Kilometer östlich von Nairobi, zwei Hektar Land gekauft. Ihr Mann war gestorben, das Land im Heimatdorf zu teuer. Sie hatte nicht viel Ahnung von Landwirtschaft, für teures Werkzeug und modernes Saatgut fehlte das Geld.
An künstliche Bewässerung ist nicht zu denken. Wenn der nahe Fluss kein Wasser mehr führt, und er führt oft keines mehr, marschiert Mutua mit dem Esel und einigen Kanistern 20 Kilometer zum nächsten Fluss. Und wieder zurück, alle zwei Tage.

Im Kampf gegen den Hunger hat die Weltgemeinschaft ihre Ziele verfehlt—so lautet die Bilanz vor dem Uno-Gipfel. Eine Wende muss her. Damit künftig neun Milliarden Menschen satt werden, sollten nicht Großfarmen, sondern Kleinbauern gefördert werden.

Das Essen war knapp im vergangenen Sommer. Monatelang hatte es nicht geregnet. Dorca Mutua, 35, sah, wie erst ihr Kalb und dann ihre Kuh starben. “Es gab kein Gras mehr”, sagt die Bäuerin. Was der Boden hergab, reichte nur für eine Mahlzeit am Tag: ein wenig Maisbrei.

2004 hatte sich Mutua mit acht Kindern und ihrer Schwiegermutter in Vololo, etwa 200 Kilometer östlich von Nairobi, zwei Hektar Land gekauft. Ihr Mann war gestorben, das Land im Heimatdorf zu teuer. Sie hatte nicht viel Ahnung von Landwirtschaft, für teures Werkzeug und modernes Saatgut fehlte das Geld.

An künstliche Bewässerung ist nicht zu denken. Wenn der nahe Fluss kein Wasser mehr führt, und er führt oft keines mehr, marschiert Mutua mit dem Esel und einigen Kanistern 20 Kilometer zum nächsten Fluss. Und wieder zurück, alle zwei Tage.

Lesen Sie mehr Spiegel online, Die immergrüne Revolution,20 Sept 2010

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s